15.02.2018

Vertane Chancen

Profitsucht steht über sozialer Verantwortung

Es war einmal ein städtisches Parkhaus am Bahnhof, das rostete vor sich hin und wurde nicht repariert, bis es dem Abriss preisgegeben werden musste.  Die Fläche wurde asphaltiert und einer Parkraumbewirtschaftung zugeführt. Ein echtes städtebauliches Juwel!

Folgerichtig spielte die Verwaltung mit dem Gedanken diese wertvolle innerstädtische Fläche zu veräußern. Der Vorschlag ein Wohn-/Geschäftshaus mit einer möglichen Fahrradstation und u.a. 22 Sozialwohnungen dort zu bauen fand große Zustimmung unter den Parteien. Man beschloss im Wirtschaftsausschuss eine Zustimmung zum Verkauf – auch unter der Bedingung, dass anstelle der Fahrradstation eventuell die Hennefer Polizei dort ihr neues Domizil finden sollte. Weitere Punkte, die nichtöffentlich beschlossen wurden, sollten im notariellem Kaufvertrag aufgenommen werden.

Aus diesem Vorhaben wurde leider Nichts.

Wieder einmal wurden die sozial Schwachen verarscht, ganz nebenbei auch die politischen Entscheider.

Kann man den Wegfall von 2 Sozialwohnungen aus Denkmalschutzgründen noch zähneknirschend nachvollziehen, sieht es mit der vollständigen Umplanung für die Polizeiwache, und den damit verbundenen Wegfall von weiteren 6 Sozialwohnungen, schon ganz anders aus.

In den Abstimmungen wäre es ein leichtes gewesen, den Investor zu zwingen das ursprünglich geplante Vorhaben zu verwirklichen oder sich eben einen anderen Investor zu suchen, der bereit gewesen wäre  - mit dem Ankermieter Polizei im Hintergrund – genügend Sozialwohnungen zu bauen. Aber die doppelmoraligen Sozialdemokraten haben dies verhindert.

Und so wurde der Verkauf des Grundstückes, eines der letzten städtischen Grundstücke wo die Politik vorgeben kann wieviele Sozialwohnungen dort zu entstehen haben, gegen unsere Stimmen beschlossen.



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