Gegner der Umgehung formieren sich

CDU bringt eine weitere Trasse für Umfahrung von Uckerath ins Spiel.

Hennef - Eine ideale Trasse für eine Ortsumgehung für Uckerath gibt es offenbar nicht. In einer Umweltverträglichkeitsstudie wurden verschiedene Streckenverläufe überprüft und alle sind mit mehr oder weniger gravierenden Makeln behaftet. Die im Rat vertretenen Fraktionen ziehen daraus unterschiedliche Schlüsse, betroffene Bürger haben sich zu einer Bürgerinitiative zusammen geschlossen.

Von Anfang an haben sich die Grünen gegen eine Umgehung ausgesprochen. Sie lehnen alle fünf untersuchten Varianten ab - die Eingriffe in die Natur seien einfach zu groß. Die Partei lud zu einer Informationsveranstaltung in die Gaststätte Steger ein und mehr als 100 Besucher kamen. Grünen-Kreisvorsitzender Horst Becker regte die Bildung eines Netzwerks an, schließlich könne es noch Jahre dauern, bis wirklich gebaut wird. Gegner des im Bundesverkehrswegeplan mit "vordringlichem Bedarf" verzeichnete Bauwerk hätten so die Chance, Strategien für den Widerstand zu entwickeln. Als Gründe werden an erster Stelle hohe Baukosten und bei der nördlichen Lösung die Einschnitte in das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet Adscheider Bach/Ahrenbachtal genannt.

Mit im Boot für die Gegenwehr sitzen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland sowie eine erst vor kurzem gegründete Bürgerinitiative. Anwohner der beiden favorisierten Trassen, der Nord- und der Südumgehung, sowie Einzelhändler an der derzeitigen Ortsdurchfahrt machen mobil gegen jegliche Umfahrung. Die Initiative wehrt sich gegen großflächige Zerstörung von Natur, nur um ein paar Minuten Fahrtzeit zu Stoßzeiten einzusparen, wie sie in einer Pressemitteilung schreiben. Ihre Alternative ist die Optimierung der bestehenden Ortsdurchfahrt. Die Gegner der Umgehungslösung glauben, dass sie weit mehr Menschen Lärmbelästigung bescheren würde die Ortsdurchfahrt. Sie wollen Unterschriften gegen das Projekt und für die Verkehrsoptimierung sammeln.

Eindeutig für eine Ortsumgehung hat sich, wie auch die SPD, stets die CDU-Ratsfraktion ausgesprochen. Ihre Ratsvertreter vor Ort wollen alle Möglichkeiten bis ins Detail prüfen. Auch sie wissen, dass es keine umweltverträgliche Lösung gibt. Sie bringen eine weitere Strecke ins Spiel, die zwischen Raveneck und Buchholz abzweigt, zwischen Unterbierth und Lescheid verläuft und hinter Meisenbach wieder auf die B 8 stößt. Sie wollen die Bürger an der Entscheidung über den Verlauf beteiligen, gegebenenfalls mit einem Bürgerentscheid.

(KStA, 30.07.2004)

Strategien geschmiedet gegen die Umgehung

HENNEF. Das Thema brummt. Wer für die Ortsumgehung Uckerath / Bierth ist, war am Donnerstagabend in der Gaststätte Steger an der falschen Adresse. Das bekamen die mehr als 100 Besucher, die sich im Saal und auf der angrenzenden Terrasse knubbelten, von Horst Becker klipp und klar gesagt. Der Grünen-Kreisvorsitzende aus Lohmar informierte mit seinen Hennefer Parteifreunden Christian Gunkel und Michaela Balansky über den Stand der Planung für die umstrittene Umgehungsstraße. Wegen der erheblichen Eingriffe in die Natur lehnen die Grünen als einzige Fraktion im Stadtrat alle fünf untersuchten Trassenvarianten ab.

Der Informationsabend diente den Gegnern auch dazu, mögliche Strategien für den Widerstand gegen den im Bundesverkehrswegeplan mit ?vordringlichem Bedarf? notierten Umgehungsbau zu schmieden. Da bis zu einer Realisierung noch etliche Jahre vergehen könnten, riet Becker dazu, ein Netzwerk zu bilden. Die Grünen, deren Koalitionspartner CDU sich gestern in einer Pressemitteilung klar für eine Ortsumgehung Uckerath ausgesprochen hat, wollen mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und einer unlängst gegründeten Bürgerinitiative an einem Strang ziehen. Erfolg versprechende Ansatzpunkte können laut Becker die millionenschweren Baukosten und im Fall der Nord-Ost-Variante das beeinträchtigte Fauna-Flora-Habitatgebiet Adscheider Bach / Ahrenbachtal sein.

Michaela Balansky beklagte, dass ?auf Seiten der Stadt? überhaupt keine Alternative zur Umgehungsstraße gesucht werde und eine Diplomarbeit, die schon vor zehn Jahren die mangelnde Umweltverträglichkeit belegt habe, außer Acht gelassen worden sei. Schuldig blieben die Veranstalter Antworten auf die Frage, welche Alternativen die Grünen denn den von der B 8 geplagten Bürgern empfehlen können. Frau Balansky regte an, sich zusammenzusetzen, um Möglichkeiten und Forderungen auszuarbeiten.

Wenn sich Stadt, Landesbetrieb und Untere Landschaftsbehörde nach Abschluss der Umweltverträglichkeitsstudie im November zur Abstimmung über eine Vorzugsvariante getroffen haben, wollen Partei und BUND erneut zu einem Infoabend einladen. (kh)

  

(KR, 24.07.2004)

Ortsumgehung Uckerath

HENNEF. Die Hennefer Grünen laden für morgen zu einem Info-Abend zur Ortsumgehung Uckerath in die Gaststätte Steger an der Westerwaldstraße 213 in Uckerath ein. Beginn ist um 19.30 Uhr.

 

(GA, 21.07.2004)

Diskussion über Ortsumgehung

HENNEF. ?Ohne uns!?, sagen die Hennefer Grünen und meinen damit die in Planung befindliche Umgehungsstraße für Uckerath. Die Partei lädt für Donnerstag, 19.30 Uhr, zur Info-Veranstaltung sozusagen am Ort des Geschehens ein. In der Uckerather Gaststätte Steger, Westerwaldstraße 213, stehen der Grünen-Kreisvorsitzende Horst Becker, Bürgermeisterkandidatin Michaela Balansky und der Vorstandssprecher der Hennefer Grünen, Christian Gunkel, den Bürgern als Gesprächspartner zur Verfügung. (kh)

 

(KR, 21.07.2004)

Ortsumgehung Uckerath - ohne uns!!!

 

Die Hennefer GRÜNEN laden ein:

Info-Veranstaltung zur Ortsumgehung Uckerath

 

mit

Horst Becker (Vorsitzender Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Rhein-Sieg)

Michaela Balansky (stellvertr. Bürgermeisterin der Stadt Hennef)

Christian Gunkel (Vorstandssprecher Bündnis 90 / DIE GRÜNEN Hennef)

 

Donnerstag, 22.07.2004, 19.30 Uhr

Gaststätte Steger, Westerwaldstraße 213, Hennef-Uckerath