Solarpotential ohne Ende

Hennef - Die Potentialanalyse für enerneuerbare Energien (EnergieRegion Rhein-Sieg) hat für Hennef eine Solarpotential von 448 GWh/Jahr nachgewiesen. Nach Ansicht der Hennefer Grünen und ihrem Vorsitzenden Christian Günkel ?muss dieses Potential nun realisiert werden, indem die Bürger auf die Möglichkeit der Errichtung von solartechnischen Anlagen auf ihren Dächern hingewiesen werden". Die Erstellung einer kostenfreien Studie zur Ermittlung von solarenergetisch interessanten Dachflächen durch die Firma CIC Solar AG sei ein erster wichtiger Schritt. Der Umweltausschuss hat einstimmig grünes Licht für das Projekt gegeben. Dass es noch großen Spielraum nach oben gibt, zeigt ein Blick auf die "Solarbundesliga": Hennef belegt hier Platz 914 von 1179; auch NRW-weit hat die ?Sonnenstadt" bisher nur einen Platz im Mittelfeld erreicht.

(Extra-Blatt, 30.04.2008)

Welche Dächer eignen sich für Solaranlagen?

HENNEF. In der ?Solar-Bundesliga? rangiere Hennef nur auf Platz 914 von 1179. ?Großen Spielraum nach oben? sieht Grünen-Sprecher Christian Gunkel und freut sich deshalb über die Zustimmung des städtischen Umweltausschusses zu einer von den Grünen angeregten kostenlosen Solarstudie. Die Saarbrücker CIC Solar AG bietet an, im gesamten Stadtgebiet solarenergetisch interessante Dächer zu ermitteln. Die vom Kreis beauftragte ?Modellstudie für erneuerbare Energien und autarke Regionen im Rhein-Sieg-Kreis? weist für Hennef ein Solarpotenzial von jährlich 448 Gigawattstunden aus. ?Dieses Potenzial muss nun realisiert werden, indem die Bürgerinnen und Bürger auf die Möglichkeit der Errichtung von solarthermischen Anlagen auf ihren Dächern hingewiesen werden?, fordert Gunkel.

(KR, 29.04.2008)

Sonne könnte ganz schön einheizen

Ausschuss diskutierte alternative Energie

Laut einer Modellstudie gibt es ein erhebliches Potenzial insbesondere für Solarstrom.

VON RALF ROHRMOSER-VON GLASOW

Hennef - Es war eine Sitzung des Ausschusses für Umweltschutz, Dorfgestaltung und Denkmalschutz so recht nach dem Geschmack der Bündnisgrünen. Schließlich hatten sie mit mehreren Anträgen die Akzente für die Tagesordnung gesetzt - von gentechnikfreien Zonen über Klimaschutz bis Solarenergie.

Da passte die von der Abteilung Wirtschaftsförderung des Kreises beauftragte "Modellstudie für erneuerbare Energien und autarke Regionen im Rhein-Sieg-Kreis - Räumliche Analysen für eine nachhaltige Energieversorgung" gut ins Konzept. Die Stadt Hennef und das Forstamt Eitorf hatten bei der Erarbeitung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts ("Ilek") eine entsprechende Potenzialanalyse angeregt.

Besuch aus Siegburg

Rolf Beyer war aus dem Kreishaus angereist, um die Ergebnisse vorzustellen. Für Hennef ergab sich die Möglichkeit, mit Solar-, Geothermie-, Biomassen- und Windkraftpotenzial den Energiebedarf fast zu decken. Allein aus der Sonneneinstrahlung könnten theoretisch bis zu 448 Gigawattstunden pro Jahr gewonnen werden. Das sind 448 000 Megawattstunden.

Die Zahlen beeindruckten die Ausschussmitglieder, doch zu mehr als zur zustimmenden Kenntnisnahme konnten sie sich nicht entschließen. Die Anregung von Grünensprecher Christian Gunkel, etwas mehr zur Umsetzung zu tun, fand keine Freunde. Das Thema soll wieder auf die Tagesordnung kommen.

Breite Zustimmung gab es dafür bei der Entscheidung für eine kostenlose Solarstudie.

Dächer untersucht

Die Firma "CIC Solar AG" aus Saarbrücken, die bereits in Lohmar tätig ist, bietet eine entsprechende Expertise an. Im gesamten Stadtgebiet werden die Dächer untersucht und das exakte Potenzial für die Gewinnung von Energie durch die Sonne ermittelt. Häuslebesitzer, die ihre Daten zur Verfügung stellen, bekommen einen kostenlosen Solarcheck spendiert. Die Stadt muss lediglich die Flurkarten zur Verfügung stellen und die Mitarbeiter für ihre Hausbesuche mit einem Schreiben legitimieren, um Trittbrettfahrer auszuschließen.

Christoph Schmidt von CIC stellte zudem einen weiteren interessanten Aspekt vor: das Bürgersolarkraftwerk. Auf öffentlichen Gebäuden können Stromerzeuger installiert werden, an denen sich die Bewohner mit Anteilen beteiligen. Sie profitieren von den Erlösen, die durch die Einspeisung als Vergütung ausgezahlt werden. Und die ist noch auf lange Jahre festgelegt.

(KStA, 21.04.2008)

Dächer unter die Lupe

STUDIE Hennef lotet Potenziale aus

HENNEF. Die Studie des Kreises zu erneuerbaren Energien hat gezeigt: Die Hennefer könnten sich bei Ausnutzung aller Potenziale von Sonne, Erdwärme, Windkraft und Biomasse locker selbst mit der nötigen Energie für, Strom, Heizung und Warmwasser versorgen. Allein mit Solarkraft ließe sich laut Studie ein Großteil des Hennefer Energiebedarfs decken.

Soweit die Theorie. Was in der Praxis in Sachen Solarstrom möglich ist, soll demnächst eine Studie der Firma CIC Solar aus Saarbrücken aufzeigen. Dabei werden alle geeigneten Dachflächen in der Stadt untersuchen und anschließend dargestellt, wieviele Dächer für Solaranlagen überhaupt geeignet sind. Zudem erhalten die Ei-gentümervon geeigneten Häusern das Angebot zu einem kostenlosen Solarcheck.

In der Studie - die es im Kreis bisher nur in Lohmar gibt - soll auch ermittelt werden, ob auf öffentlichen Gebäuden in Hennef, aber auch auf Privatgebäuden größere Fotovoltaik-Anlagen als sogenannte Bürgersolarkraftwerke entstehen können. An denen könnten Hennefer Anteile erwerben. Im Gegenzug verdienen sie an jeder Kilowattstunde Solarstrom mit, die ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Der Umweltausschuss hat dem Projekt auf Antrag der Grünen am Dienstag zugestimmt.

(GA, 17.04.2008)